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Paradies Oder Apokalypse. Eine Skizze Der Imaginationen Und Paradigmen Der Wissenschaftsreligion Mit Besonderer Betonung Der Atomdebatte in Den Funfziger Jahren Oliver Uschmann

Paradies Oder Apokalypse. Eine Skizze Der Imaginationen Und Paradigmen Der Wissenschaftsreligion Mit Besonderer Betonung Der Atomdebatte in Den Funfziger Jahren

Oliver Uschmann

Published
ISBN : 9783638276603
ebook
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 About the Book 

Die Wissenschaft scheint uns eine Welt des Lichts. Nuchtern und skeptisch, rational und vernunftgemass, exakt und systematisch scheint sie der einzige Bereich, der seinen Fortschritt allein durch den Versuch sichert, die eben gewonnenen ErkenntnisseMoreDie Wissenschaft scheint uns eine Welt des Lichts. Nuchtern und skeptisch, rational und vernunftgemass, exakt und systematisch scheint sie der einzige Bereich, der seinen Fortschritt allein durch den Versuch sichert, die eben gewonnenen Erkenntnisse gleich wieder zu falsifizieren. Trotz der Bomben von Hiroshima und Nagasaki, trotz all der Skepsis um Genforschung, kunstliche Intelligenz oder Nanotechnologie gilt sie auch weiterhin als einzig rationale Produzentin von Wahrheit. Die Menschheit hat gelernt, damit umzugehen, dass diese Wahrheit manchmal hart sein kann doch wer sonst ausser der Wissenschaft konnte sie uns zeigen Mythos und Religion, Utopie und Imagination scheinen innerhalb ihrer Methoden keine Rolle zu spielen, sind allenfalls schmuckendes Beiwerk motivierender Laborgesprache, aber kein Teil des aufgeklarten Diskurses. Der vorliegende Beitrag mochte zeigen, dass dem nicht so ist. Wissenschaftlich wie eine Hausarbeit und doch spannend wie ein Krimi enthullt er, wie die scheinbar rationale Wissenschaft spatestens seit der Entdeckung der Kernspaltung und fruhestens seit der kopernikanischen Wende selber religiose Zuge in sich tragt. Wie sie ihren Blick in eine imaginare Zukunft wendet, diese metaphysisch mit der Vergangenheit verknupft und sich als Erfullerin eines Menschheitsschicksals betrachtet. Wissenschaft - das ist auch ein Glaubenssystem. Eines, das spatestens seit der Atombombe auf Hiroshima in Bedrangnis geriet und die Dialektik seines Fortschritts rechtfertigen und erklaren musste. Wirft man einen Blick auf diesen Diskurs der Wissenschaft, schalen sich nach und nach deutlich die roten Faden der Argumentation heraus, welche die Imaginationen der Forscher gesponnen haben. Diese roten Faden nimmt die Arbeit auf und legt dabei ihren Schwerpunkt auf die Debatte um die Atomkraft in den funfziger Jahren. Von dort aus schweift der Blick auf andere Forschungsbereiche und Zeitabschnitte und zeigt, dass sich die Wissenschaftsreligion im gesamten Diskurs der Wissenschaft (und nicht nur im atomaren Diskurs) finden lasst. Wie damals uber die Atomkraft als heiliger Gral unbegrenzter Moglichkeiten gesprochen wurde, wird heute uber Gen- und Nanotechnologie geredet. Geschichte wiederholt sich. Wer das weiss, kann auch Bedenken heute weit profunder ausdrucken. Auch dazu darf dieses Buchlein eine Handreichung sein. Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Ruhr-Universitat Bochum (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Projekt Imagination und Kultur, Sprache: Deutsch.&qu